Trusted Flagger
Die KiJA OÖ setzt sich als Trusted Flagger für Online-Kinderrechte und den Schutz vor Hass im Netz ein.
Wichtige Infos
Wenn du auf Social Media mit Inhalten konfrontiert bist, die rechtswidrig sind, dich verletzen, beleidigen oder diskriminieren, musst du das nicht einfach so hinnehmen.
Die Kinder- und Jugendanwaltschaft OÖ ist offizieller Trusted Flagger (vertrauenswürdiger Hinweisgeber) nach dem DSA (Digital Services Act).
Wir sind Expert*innen für:
- Cybermobbing und- Gewalt
- Rechtswidrige Äußerungen
- Beeinträchtigung des Jugendschutzes
- Pornografie und Gefahr für die öffentliche Sicherheit
Wenn du problematische Inhalte melden möchtest, unterstützen wir dich dabei. Zuerst prüfen wir, ob die Inhalte wirklich gegen das Gesetz verstoßen. Ist das der Fall, leiten wir deine Meldung anonym an die Plattform weiter. Unsere Meldungen müssen von Plattformen bevorzugt behandelt und schneller bearbeitet werden.
Wir unterstützen dich und sorgen dafür, dass deine Rechte im Netz ernst genommen werden.
Sofort melden
1. Dokumentiere die problematischen Inhalte möglichst vollständig mit Screenshots, URL, Datum, Name des Profils und Name der Person.
2. Füll das Meldeformular kurz aus. Wenn du möchtest, kannst du dabei anonym bleiben! Wichtig: Wir nehmen nur Meldungen zu Inhalten in deutscher und englischer Sprache entgegen.
3. Wir prüfen deinen Fall. Ist der Inhalt strafbar oder verstößt er gegen die Community-Richtlinien der jeweiligen Plattform, machen wir umgehend eine Meldung.
Wichtig zu wissen: Wir liefern die Hinweise und fordern eine Löschung. Die Entscheidung darüber liegt letztlich bei der Plattform. Aber: Je mehr Infos du uns schickst, desto besser können wir den Fall für dich aufbereiten.
4. Durch unseren Status als Trusted Flagger muss die Plattform jetzt schneller reagieren. Wir informieren dich sofort über den Verlauf der Meldung.
5. Wir dokumentieren alle Fälle anonym und schaffen Transparenz, denn so wird das Verhalten der Plattformen sichtbar.
Ich brauch noch mehr Infos
Hass im Netz ist kein „Internet-Trend“, sondern digitale Gewalt. Cybergewalt tut weh, macht Angst und kann dein Leben auch offline stark belasten. Wichtig: Es ist niemals deine Schuld!
Hier sind Beispiele für Inhalte, bei denen wir als Trusted Flagger aktiv werden:
Verhetzung & Diskriminierung: Angriffe gegen Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Hautfarbe, Religion, Behinderung, sexuellen Orientierung oder ihres Geschlechts.
• Ein TikTok-Video, das gegen Geflüchtete aufhetzt oder eine Gruppe aufgrund ihrer Religion entmenschlicht.
Bildmissbrauch & Nacktaufnahmen: Das Teilen von Intimbildern ohne Einverständnis oder das Versenden von „Dickpics“.
• Dein Ex-Freund postet ein Foto von dir in Unterwäsche, um dich bloßzustellen, oder jemand erstellt ein Deepfake-Video von dir.
Gefährliche Inhalte & Gewalt: Verherrlichung von Tierquälerei, Gewalt oder Challenges, bei denen sich Leute ernsthaft verletzen könnten.
• Ein Reel, das zu Straftaten aufruft oder Suizid und Essstörungen als „cool“ darstellt.
Cybermobbing, Beleidigung & Drohungen: Wenn jemand systematisch fertiggemacht wird oder körperliche Gewalt angedroht bekommt.
• Ein öffentlicher Kommentar: „Ich weiß, wo du wohnst, ich krieg dich heute Abend.“
Doxxing & Identitätsklau: Veröffentlichung deiner Privatdaten (Adresse, Telefonnummer) oder Fake-Profile, die deinen Namen und deine Fotos nutzen.
• Ein Account auf Instagram nutzt deine Fotos und postet in deinem Namen Lügen, um deinen Ruf zu zerstören.
Verbotsgesetz: Verbreitung von Nazi-Symbolen oder rechtsextremer Hetze.
• Kommentare, die den Nationalsozialismus verherrlichen oder entsprechende Symbole zeigen.
Wenn du auf Social Media mit Inhalten konfrontiert bist, die rechtswidrig sind, dich verletzen, beleidigen oder diskriminieren, ist es wichtig diese möglichst vollständig zu dokumentieren:
• Fertige Screenshots von erhaltenen Nachrichten, Bildern, Kommentaren an.
• Achte darauf, dass der Zeitpunkt der Erstellung der Screenshots dokumentiert ist! Etwa mit einem Screenshot vom ganzen Bildschirm, damit auch die Datumsanzeige ersichtlich ist.
• SMS, E-Mails, Anrufe, Sprachnachrichten sollten sicher gespeichert oder ausgedruckt werden.
• Wer hat den Inhalt veröffentlicht? Wer hat den Inhalt kommentiert? Dokumentiere Personen- und Account-Namen.
• Bei problematischen Kommentaren soll nicht nur den Kommentar selbst, sondern auch den Ausgangspunkt (das ursprüngliche Posting) bzw. relevante andere Kommentare anderer Nutzer*innen dokumentiert werden – so wird der Kontext klarer.
• Dokumentiere die vollständige Internetadresse (URL), damit später klar ist, wo der Inhalt öffentlich abrufbar war:
Instagram:
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1. Öffne das Profil.
2. Tippe oben rechts auf die drei Punkte.
3. Wähle „Profil-URL kopieren“ oder „Profil teilen“.
4. Der Link befindet sich nun in deiner Zwischenablage.
Link zu einem Beitrag kopieren
1. Öffne den Beitrag.
2. Tippe auf das Papierflieger-Symbol.
3. Wähle „Link kopieren“.
Link zu einzelnen Kommentaren kopieren
Einzelne Kommentare haben in der App keinen eigenen direkten Link. Sende stattdessen den Link zum Beitrag und mache zusätzlich einen Screenshot des Kommentars. Alternativ über den Browser:
1. Melde dich im Browser bei Instagram an.
2. Klicke auf das Datum oder die Uhrzeit des Kommentars.
3. Du wirst zur URL des betreffenden Kommentars weitergeleitet.
4. Kopiere die URL aus der Adresszeile des Browsers.
TikTok:
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1. Öffne das Profil.
2. Tippe oben rechts auf das Teilen-Symbol.
3. Wähle „Link kopieren“.
Link zu einem Beitrag kopieren
1. Öffne den Beitrag.
2. Tippe rechts auf „Teilen“ (Pfeil-Symbol).
3. Wähle „Link kopieren“.
Link zu einzelnen Kommentaren kopieren
1. Tippe auf den betreffenden Kommentar.
2. Tippe anschließend auf „Teilen“ (blaues Symbol).
3. Der Link zum Kommentar wird kopiert.
YouTube:
Kanal-Link kopieren
1. Öffne den Kanal.
2. Tippe oben rechts auf die drei Punkte.
3. Wähle „Teilen“ und anschließend „Link kopieren“.
Link zu einem Beitrag kopieren
1. Öffne das Video.
2. Tippe unter dem Video auf den Pfeil „Teilen“.
3. Wähle „Link kopieren“.
Link zu einzelnen Kommentaren kopieren
1. Halte die drei Punkte rechts neben dem Kommentar gedrückt.
2. Wähle „Teilen“.
3. Tippe auf „Link kopieren“.
Youtube Shorts:
Link zu einem Profil kopieren
1. Tippe oben rechts auf die drei Punkte.
2. Wähle „Teilen“.
3. Tippe auf „Link kopieren“.
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1. Tippe auf „Teilen“ (Pfeil-Symbol).
2. Wähle „Link kopieren“.
Link zu einzelnen Kommentaren kopieren
1. Halte die drei Punkte rechts neben dem Kommentar gedrückt.
2. Wähle „Teilen“.
3. Tippe auf „Link kopieren“.
Nicht alles, was hasserfüllt ist, ist sofort strafbar. Aber:
• Hassmotive sind vor Gericht ein Erschwerungsgrund. Das bedeutet, dass Täter und Täterinnen härter bestraft werden können, wenn sie aus Hass gegen bestimmte Gruppen handeln.
• Interessenabwägung: Bei Äußerungen wird stets zwischen der Meinungsfreiheit und dem Strafrecht abgewogen. Dabei wird geprüft, ob es sich um eine Tatsachenbehauptung (beweisbar) oder ein Werturteil (Meinung) handelt.
• Community-Regeln: Auch wenn etwas rechtlich gerade noch erlaubt ist, kann es gegen die Regeln von TikTok, Instagram & Co. verstoßen – und wir können die Löschung fordern.
• Profile melden: Wenn ein Profil besonders häufig illegale Inhalte postet, teil uns das mit. Oft kommt es nicht nur auf den einzelnen Inhalt, sondern auch auf die Häufigkeit der Verstöße an.
• Achtung Deepfakes: Die rechtliche Regelung bei KI-gefälschten Bildern ist oft noch kompliziert.
Wir informieren dich über den Verlauf deiner Meldung. Online-Gewalt kann verschiedene rechtliche Folgen haben. Es kann sein, dass nach einer Meldung noch weitere rechtliche Schritte notwendig sind. Wir beraten dich vertraulich.
• Strafrecht (Gericht & Polizei): Bei schweren Delikten wie Verhetzung oder gefährlicher Drohung kann die Polizei ermitteln. Es drohen Geld- oder Freiheitsstrafen für Täter und Täterinnen. Manchmal ist eine Anzeige sinnvoll – manchmal gibt es bessere Wege. Dabei ist zu beachten:
- Was steckt dahinter? Wer ist die Person und was ist das Ziel des Hasses?
- Gibt es Lösungen ohne Gericht? Kann eine einvernehmliche Lösung oder eine zivilrechtliche Unterlassung schneller helfen?
- Was ist gut für DICH? Dein Wohlbefinden steht an erster Stelle. Eine Anzeige sollte dich entlasten, nicht zusätzlich stressen.
- Solltest du zur Polizei gehen, lies zuvor unbedingt unsere Polizeibroschüre.
• Verwaltungsstrafrecht: Vergehen, die mit Geldstrafen geahndet werden.
• Zivil- & Medienrecht: Du kannst fordern, dass Inhalte gelöscht werden (Unterlassung) oder Schmerzensgeld (Schadenersatz) verlangen.
• Wenn es tatsächlich zu einem Gerichtsverfahren kommt, hast du in bestimmten Fällen Anspruch auf juristische oder psychosoziale Prozessbegleitung. Wir stellen gemeinsam mit dir den Kontakt zu anderen Einrichtungen wie dem Kinderschutzzentrum oder dem Gewaltschutzzentrum her.
• Auf Saferinternet.at findest du Anleitungen, wie du Inhalte auf den Plattformen auch selbst meldest und deine Privatsphäre-Einstellungen optimierst.
Egal welchen Weg du wählst: Wir unterstützen dich dabei. Melde dich bei uns!

